Ironman Roth 2021

Ironman Roth 2021

Am 5. September 2021 fand in Roth der Ironman statt. Mit dabei war mein Athlet Matthias Kuhn und erreichte eine überragende Zeit.

Race-Bericht von Matthias:

Am 1.Dez.2020 hatte ich begonnen, strukturiert dafür zu trainieren (40 Wochen). Seit dem habe ich ca. 81 km Schwimmen (mit coronabedingter Winterpause), 8000 km Rad (im Winter viel Rollentrainer, dann natürlich draußen) und 1400 km Lauf (mit 2 Verletzungspausen wg. Faserriss) hinter mich gebraucht.

Gestern war es dann soweit.

Zeitig aufstehen (3:45 Uhr), kurz was frühstücken und dann mit den Schwimmsachen und dem Wechselbeutel Schwimm->Rad zum Start nach Hilpoltstein gefahren. (mein Fahrrad und der Beutel für den Rad-Lauf Wechsel wurden schon am Samstag eingecheckt).

Schon die Atmosphäre am Schwimmstart, mit all den Profis und Altersgruppenathleten, war sehr erhebend. Mit Startgruppe 11 kam dann endlich auch mein Böllerschuss, mit dem ich mich auf die 3,8 km Schwimmstrecke gemacht habe. Schwimmen ist meine „Nicht-ganz-so-toll-Disziplin“. Ich kann zwar dank langem Training mit personell Coach inzwischen einigermaßen Freistil schwimmen, war im Training aber selten schneller als 2:30 min/100m. Das ist lausig, aber ich arbeite noch dran. Gestern hat es sich gleich von Anfang an gut angefühlt und ich wollte es am Ende gar nicht glauben, dass ich „schon“ nach 1:24 h aus dem Wasser kam. Immerhin eine Pace von 2:13 min/100m. (das Adrenalin und ein wenig Wasserschatten haben da bestimmt geholfen). Der Wechsel ging recht flott, ich kam fix aus dem Neo und nach 3:22 min saß ich auf dem Rad. Herrlich.

Die Strecke ist doch recht wellig und es kamen ein paar Höhenmeter zusammen. Trotzdem lief es ganz geschmeidig. Erste Runde 33er Schnitt und zweite Runde etwas langsamer. Zu Beginn der 2. Runde habe ich einen kurzen Boxenstopp eingelegt. Enrico, Sarah und Marco haben mir in Formel1-Geschwindigkeit die Flaschen gewechselt bzw. die Gelflasche wieder befüllt und schwupp ging‘s weiter. Gesamtschnitt war dann 32,2 km/h. Das war so in dem Bereich den ich mir vorgenommen hatte, eher ein wenig schneller sogar. Also auch hier alles im grünen Bereich. Man drückt ja doch ein bisschen mehr als bei einer langen Trainingsfahrt, hat öfters hohe Wattzahlen auf der Uhr, um (wg. des Windschatten-fahrverbotes) zügig zu überholen und in die nächste Lücke reinzufahren. Ich hatte dann durchaus Bedenken, ob ich nicht zu viele Körner verbrannt habe, die mir dann beim anschließenden Marathon fehlen würden. Zweiter Wechsel ging dann noch etwas flotter. Es war ja quasi nur der Helm abzusetzen und die Schuhe zu wechseln. Challenge Roth bietet da einen super Service. Das Rad wurde mir gleich nach der Absteigelinie abgenommen und auch im Wechselzelt hat jeder Athlet gleich einen persönlichen Helfer. Nach 2:46 war ich auf der Laufstrecke. Wieder herrlich. Endlich mal Rücken grade machen, keinen Helm mehr auf dem Kopf (unterm Aerohelm war‘s dann doch recht warm geworden) und halt endlich andere Muskeln in Schwung bringen. Ich erinnerte mich an Enricos Trainerworte: schau auf die Uhr, du wirst mit Sicherheit zu schnell loslaufen weil es sich so geil anfühlt. So war es dann auch. Die ersten 5 km waren mit z.T. unter 5min/km deutlich zu schnell und erst danach habe ich mich bei einer 5:30/5:40 eingefunden. Das hat dann gepasst. Bei ca. km 19 war Dixie-Klo angesagt, musste leider sein. Ich hatte wohl doch mehr getrunken als ich rausschwitzen konnte. Das hat mich mindestens 2 min gekostet. So ein Einteiler ist dafür nicht gemacht. Egal. Sehr erleichtert ging es dann weiter. Ich habe, auch weil es doch recht knackig warm geworden war und wir viel in der Sonne laufen mussten, jede Verpflegungsstelle mitgenommen und ich bin dort auch Schritt gegangen. Ich verkippe sonst immer alles und die paar Schritte zum Durchatmen wollte ich mir auch gönnen. Mit dem Wegwerfen des letzten Bechers bin ich aber immer wieder gut in Tritt gekommen und auch unterwegs habe ich nie (Stolz !!!) Gehpausen einlegen müssen. Natürlich ging es immer mal wieder ein wenig schwer zwischendurch, aber es ging dann auch immer wieder besser. Sarah, Enrico und Marco waren mehrmals an der Strecke und haben mich super motiviert. Ich kann gar nicht sagen wie dankbar ich bin, dass die 3 mitgekommen sind und wie mir das geholfen hat. Marco und Enrico sind immer mal ein paar Meter mitgelaufen, haben nach dem Befinden gefragt und mir gesagt wie gut ich noch aussehe. Das hat irre geholfen und „beflügelt“ (fühlte mich geschmeichelt). Bei km 30 wusste ich, dass nichts mehr passieren kann. Klar hat es weh getan, aber die 5:40-5:45er Pace konnte ich gut halten und nach km 37 konnte ich sogar nochmal auf 5:15 anziehen. Der Einlauf ins Stadion auf dem grünen Teppich und der Zieleinlauf war dann der Wahnsinn. Ich hätte langsamer laufen sollen, um es noch mehr zu genießen. Pippi in im Augenwinkel inklusive.

10h:35min:18s war ich unterwegs. Das hat meine kühnsten Erwartungen übertroffen (und wohl auch die meines Trainers Enrico).

Man muss dazusagen, dass die Radstrecke coronabedingt nur 167 km lang war (weil das Stimmungsnest „Solarer Berg“ nicht sattfinden sollte). Ich wäre gern die 13km mehr gefahren, aber egal.

Nach der Zielversorgung haben wir uns dann draußen vor dem Stadion nochmal getroffen und ich habe mich ein bisschen feiern lassen.

Super dickes Danke an meinen Weltklasse-Coach Enrico Heber von Globalactive, der mir mit seiner Triathlonerfahrung über 40 Wochen sehr individuell das Training geplant hat und viele Tipps gegeben hat. Und natürlich nochmal danke an „meine Crew“ (Enrico, Sarah, Marco) dass ihr mitgekommen seid und mich unterstützt habt!

1 Kommentar

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Marco

Herzlichen Glückwunsch Matthias. Super starke Leistung und Kompliment an dein Coach.

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